Shiva ist einer der wichtigsten und bekanntesten Götter des Hinduismus. Die Wurzeln des Gottes Shiva liegen in vorvedischer Zeit.
Sein Name bedeutet "der Gnädige / der Freundliche" und wurde ursprünglich als euphemistischer Beiname des alten vedischen Gottes Rudra benutzt.
Shiva ist ein ambivalenter Gott. Er stellt das Furchtbare dar, aber auch das, was das Furchtbare beseitigt. Darstellungen des Shiva als König des Tanzes (Shiva Nataraja) sind sehr häufig.
Der Tanz repräsentiert die kosmischen Dimensionen. Shiva tanzt die Welt und ihre Rhythmen, ihre Entstehung und ihren Untergang. Mit dem Ton seiner wie ein Stundenglas geformten Trommel, die er in der oberen rechten Hand hält, lässt er die Welt durch Entfaltung entstehen. Dies verdeutlicht seine kosmogonische Funktion, er tritt als Schöpfer auf.
Die Flamme in seiner linken (oberen) Hand sowie der ihn umgebende Flammenkranz verweisen jedoch auf den Tod am Ende des Weltenzyklus, wenn Shiva die Zerstörung der Welt bzw. die Rückführung des Universums in einen unentfalteten Zustand herbeiführen wird.
Shiva tanzt auf dem Dämon der spirituellen Erkenntnislosigkeit und Unachtsamkeit (Apasmara), einem Symbol für die Unwissenheit des Menschen. Damit weist Shiva den Weg zur Befreiung von den Fesseln des Daseins.
Sein erhobenes Bein verweist auf die dem Menschen mögliche Rettung aus dem Kreislauf der Wiedergeburten, des Wachstums und der Geburt. |
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